Presse-Information

Konzert zum Gedenken an die Tragödie des
Atombombenabwurfs über Hiroshima
gewidmet den Opfern der
Atomkatastrophe von Fukushima
im
Zentrum für Friedensarbeit -Otto Lilienthal- Hansestadt Anklam
am
10.September 2011.

Es war ein Abend der nachdenklich machen sollte. Worum es dem Zentrum für Friedensarbeit ging, brachte Prof. Tanneberger, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, gleich am Anfang auf den Punkt. Wir leben in einer Welt die in Gefahr ist, die es uns aber so leicht macht, das zu Vergessen. Wer denkt in einer Konsumwelt, bei all den schönen Ablenkungen, die uns umgeben, an Krieg, Klimawandel und die anderen Risiken unserer Zivilisation. Demonstrationen gegen Kernkraftwerke oder Atommüll-Zwischenlager machen wir. Aber denken wir da auch an die 20 000 Atomsprengköpfe, die auf unserer Erde angehäuft sind? Und an die 20 US-Atombomben, die auf deutschem Boden lagern. Das Friedenszentrum, diesmal in dankenswerter Weise von der Rosa-Luxenburg-Stiftung unterstützt, versteht sich als Mahner. Vor 66 Jahren fiel die erste Atombombe auf Hiroshima und 140 000 Menschen starben. Vor 6 Monaten erlebte die Welt die nukleare Katastrophe von Fukushima und mindestens 10 000 Menschen starben. Das nicht zu vergessen, sang an diesem Abend die japanische Sopranistin Hiroko Haag vertonte Gedichte von Hölderlin, Heiner Müller u.a. Begleitet wurde sie dabei von der Pianistin Juliane Busse einer bekannten Bremer Künstlerin. Nicht leicht zu verstehen, die Lieder. Deshalb war es ein wunderbare Ergänzung, daß Dirk Zotner ergänzende Texte las die zum Frieden mahnen. Einfache und gerade deshalb so eindringliche Worte. Geschrieben von jemand, der dabei war, an diesem schrecklichen Tag von Hiroshima, Wer hätte gedacht, daß der Chef des „Kleinen Lachtheaters" in Anklam auch so etwas kann.
„Die Peene brennt" an diesem Abend. In der Nikolaikirche sangen die „Don-Kosaken". Um so erfreulicher war es, daß fast vierzig Anklamer den Weg in' s Friedenzentrum gewählt hatten, unter Ihnen Bürgermeister Michael Galander und der Landtagsabgeordnete Andre Brie. Und das Publikum verstand die Botschaft. Kein überschwänglicher, aber ehrlicher Applaus, Betroffenheit, nachdenkliche Gesichter. Die beste Anerkennung für die Organisatoren, die auch an diesem Abend im ehemaligen Wehrmachtsgefängnis dazu aufrufen wollten: Vergesst nicht was Hitler angerichtet hat mit dem zweiten Weltkrieg. Nie wieder!